Wieder so ein „vier-Punkte-Spiel“, und wieder kann der GTV im richtigen Moment die Punkt einsammeln. 10 Stück hat man davon jetzt, es sollten weitere folgen um den Klassenverbleib feiern zu können. Denn wie in jedem Jahr beginnt irgendwann die Rechnerei wie viele Mannschaften dem Regelabsteiger folgen...

Die Gäste aus Mönckeberg konnten im Hinspiel mit dem gleichen Vorsprung besiegt werden, waren am vergangenen Wochenende aber noch unangenehmer zu spielen und wieder entschied sich die Partie erst in den Schlussminuten. Zum richtigen Zeitpunkt parierte Chris Damann drei schwere und freie Bälle, Dennis Sebastian blieb eiskalt vom Punkt und der 30:28 Heimsieg konnte bejubelt werden.

          

Jörgen Danielsen konnte zum ersten Mal in dieser Spielzeit auf 14 Spieler zurückgreifen, Brian Lübker kehrte nach (halb-) überstandener Grippe zurück, dafür fehlte Abwehrstratege Sven Stolze. Die behäbige aber äußerst wurfstarke Rückraumreihe der Gäste, mit vielen Spielern ausgestattet, die früher einmal Oberliga- oder gar Regionalligaluft geschnuppert hatten, ist wahrlich unangenehm zu verteidigen. Immer wieder ansatzlose Stemmer von Thorsten Reuss, oder mitunter geniale Anspiele an den groß gewachsenen Andreas Böhm an den Kreis. Zudem kam mit Maik Barthen (42 Jahre) im Spielverlauf ein noch immer sehr wendiger und einfach sehr guter Spieler dazu, der die GTV Deckung vor einige Probleme stellte.

Der GTV hingegen war auf die sehr robuste und große 6:0 der Hausherren vorbereitet, und wollte sein Heil in schnellen Bewegungen vor allem über die Außenpositionen suchen. Dies gelang im ersten Durchgang nicht so gut, da Joachim Pohl im Gehäuse der Mönckeberger immer wieder ein Körperteil an den Ball bekam. Auch strahlte der GTV Rückraum zu wenig Gefahr aus, so dass die Gettorfer lange einem knappen Rückstand hinterher liefen, und erst kurz vor der Pause selber mit zwei Treffern in Führung gelangten. Ärgerlich, dass man wieder einmal Sekunden vor dem Ende den 15:14 Anschlusstreffer von Barthen kassierte. Besonders erfreulich dagegen der erste Treffer von Jan-Hendrik Basukaitis, der vom Kreis (Anmerkung des Publikums: katzengleich tänzelnd) einen wichtigen Treffer erzielte.

          

So folgte ein kleines Donnerwetter in der Kabine. Den Kampf in der Deckung hatte sich Danielsen anders vorgestellt.

Das Spiel blieb auch im gesamten zweiten Durchgang umkämpft, eine 25:22 Führung egalisierten die Grünen beim 26:26 wieder. In der Crunch-Time dann der GTV im Glück: Beim 27:27 wurde ein Gästespieler auf die Reise geschickt und tauchte frei vor Chris Damann auf. Doch der GTV Keeper parierte den Gegenstoß, um dies im darauffolgenden Angriff noch zwei Mal zu wiederholen. Es kann sich jeder Leser ausmalen, welche Richtung die Schlussphase genommen hätte, wenn Damann hier nicht zur richtigen Zeit das Gehäuse zugenagelt hätte. Denn die letzten drei GTV Treffer erzielte nun Dennis "Nille" Sebsatian. Einmal stieß er in eine Lücke und erzielte die 28:27 Führung, die beiden letzten Treffer fielen vom Siebenmeterpunkt, und der GTV schaukelte den knappen aber nicht unverdienten 30:28 Sieg nach Hause.

In der Folgewoche kommt es zum Duell in Dänischenhagen. Tatsächlich hat der MTV ebenfalls erst 10 Punkte auf dem Konto. (bei erst 13 Spielen) Bleibt zu hoffen, dass die Grippewelle fern bleibt und an die zuletzt gezeigten Leistungen angeknüpft, oder vielleicht sogar noch eine Schippe drauf gelegt werden kann. Dann ist auch in Dänischenhagen etwas möglich...

Die Aufstellung/Torschützen: Damann, Misciewcz, Rossow 1, Jöhnk 3, Augspach 3, Sebastian 7, Wiese 3, Herforth 2, Lübker 5, Basukaitis 1, Hahnewald 1, Lucht, Jessen 1 und Lenschau 3.