Es war der seit langer, langer Zeit beste Auftritt in Flintbek, die ja neuerdings als SG Handball Eidertal auflaufen. Jörgen Danielsen hatte 12 Spieler dabei, auch Rekonvaleszent Sven Schneider durfte die ersten Minuten KOL-Spielluft schnuppern. Leider musste der GTV auf Top-Torschütze Brian Lübker verzichten, der mit Grippe das Bett hütete. Aber auch die Gäste mussten auf wichtige Spieler (Hagenah, Lass) verzichten, hatten aber dennoch eine voll besetzte Bank.

Es entwickelte sich eine über 60 Minuten umkämpfte Partie, in der beide Teams maximal mit zwei Treffern in Führung gehen konnten.

Dem GTV gelang dies indes nur beim 3:5 (10. Spielminute), in der Folge kam Flintbeks ultraoffensive 3:2:1-Deckung zu Ballgewinnen, und münzte diese prompt in Tore um. Der GTV kreierte Lösungen, wenn man denn zum Abschluss kam, sah es meist leicht aus. Allerdings muss man zugeben, dass dies nicht immer gelang, und man durch individuelle Fehler den Gegner stärkte (Prellen vor der Deckung etc.).

Beim 13:12 hatte man noch exakt 20 Sekunden zu spielen, um den Halbzeit-Ausgleich zu erzielen. Doch Kapitän Steffen Augspach spielte den Ball prompt in die Hände eines Gegenspielers, der mit der Sirene zum 14:12 einnetzte. Auch der zweite Durchgang wurde ein enger Schlagabtausch, der GTV wollte sich nicht wie so oft in den Vorjahren den Schneid abkaufen lassen, und so beantwortete man die beherzte Gangart der Flintbeker Deckung mit ebenfalls rustikaler Abwehrarbeit. Die Schiedsrichter, mit der beide Mannschaften haderten, hätten hier durchaus öfter Zeitstrafen aussprechen dürfen, als sie es taten (4:8 Minuten aus Sicht der Heimmannschaft).

Flintbek legte im zweiten Durchgang öfters vor, aber erst beim 20:18 mit zwei Treffern. Dies gelang auch beim 23:21 sieben Minuten vor dem Abpfiff, doch in Überzahl egalisierte der GTV zum 23:23. Nun hatten beide Teams die Chance auf den Sieg, doch erst im zweiten Anlauf gelang Rechtsaußen Niklas Kock der 24:23 Siegtreffer. Doch noch hatte Gettorf die Möglichkeit auf den Ausgleich.
 In einer letzten Auszeit wurde der finale Spielzug angesagt, und Gerrit Herforth wurde erst durch zwei Deckungsspieler im Sechsmeterraum gestoppt – der Siebenmeterpfiff indes blieb aus. Der finale Wurf strich über das Gehäuse, und so jubelte nur Flintbek über zwei Punkte.

Ein Gettorfer Punktgewinn wäre durchaus verdient gewesen, doch muss man bedenken, dass bei einem solch engen Spielverlauf Kleinigkeiten entscheiden. Und der GTV beging an diesem Tag zu viele Fehler, und steht deshalb wohl zurecht ohne Punkte da. Strittige Entscheidungen in der Schlussphase hin oder her.
 Nicht zu vergessen die überragende Leistung von Chris Damann im GTV Tor, der zusammen mit Defensiv-Spezialisten Sven Stolze und Dennis Sebastian zu den besten Wohldern gehörte. Auch wenn der Spieltag kein Gettorfer war (alle anderen Mannschaften punkteten im Keller) bleibt ein positives Gefühl hängen. Mit ähnlicher Leistung wird man den Hinrunden-Erfolg gegen Mönkeberg-Schönkirchen 3 wiederholen können. Das nächste 4-Punkte-Duell um den Klassenverbleib findet am kommenden Sonntag um 16:15 Uhr in Gettorf statt.

Die Torschützen/Aufstellung: Damann, Wiese 4, Herforth 3, Licht, Carstensen, Sebastian 4, Hahnewald 1, Stolze 3, Lenschau 4, Augspach 3, Jöhnk 1 und Schneider.