Die Erste verliert mit 25:28 gegen den Preetzer TSV. Die Gettorfer machen Ihr bestes Saisonspiel und werden am Ende um zwei Punkte betrogen. Die Gäste entschuldigen sich nach einem Spiel, welches nachdenklich stimmt. Aber erst einmal war dort naturgemäß viel Gettorfer Wut und Frust.

Ungeeignet, Schulnote 6, völlig fehl am Platze. Jemand der niemals selber Handball gespielt hat, sollte kein Handballspiel der Welt leiten dürfen. Nicht in der D-Jugend und nicht der Kreisoberliga. Aber was soll die ansetzende Stelle machen? Es stehen einfach zu wenige (gute) Schiedsrichter zur Verfügung. Stimmt das?

Vor der Saison haben sich freiwillig zwei erfahrene Gespanne bei dieser Stelle gemeldet um eine Schiedsrichterbeobachtung in der Kreisoberliga anzubieten. Dies war eine Idee das teils erschreckende Niveau anzuheben. Leider ohne Rückmeldung oder Umsetzung. Die Erste Herren selbst musste aufgrund der Meldeliste ein Schiedsrichtergespann stellen, welches bis heute auf seine erste Ansetzung wartet. So stellt sich für den Außenstehenden die Frage: was ist an den entscheidenden Stellen los?

Aber natürlich gibt es zu wenig Schiedsrichter in unserer Randsportart. Meckern kann jeder, aber selbst die Pfeife in die Hand nehmen das machen die wenigsten. Alle guten Gespanne werden in höheren Ligen benötigt. Aber klar ist auch: ein guter Schiedsrichter pfeift jedes Kreisoberligaspiel besser also die meisten vorhandenen Gespanne. Warum hält man also daran fest?

Kurze Selbstreflexion: was haben wir denn falsch gemacht? Was haben wir denen getan? 11:4 Zeitstrafen in einem eigentlich fairen Spiel?! Ja, sicher waren von elf Zeitstrafen auch drei gerechtfertigt. Aber das war es auch. Uns fällt keine Antwort ein.

So macht Handball keinen Spaß. Selbst den Siegern nicht. Und bei den Verlieren, dem Tabellenletzten der Kreisoberliga, herrscht Frust. Drei Situationen mit doppelter Unterzahl, und eine Regelauslegung, die diesen Begriff nicht verdient. Selbstreflexion täte hier auch bei den Leitenden so gut: gibt es vielleicht einen Grund, warum sich beide Mannschaften so oft über Entscheidungen beschweren? In der 2. Kreisklasse gehört das zum Guten Ton dazu. Aber spätestens ab der KOL sollten die Refs das nötige Rüstzeug mitbringen, um eine Partie normal über die Bühne zu bringen.

Eine mögliche Argumentation: es mussten doch beide Mannschaften damit umgehen. Ja, das hat Preetz besser gemacht. Der überragende Spieler auf der Platte Mathias Ziegler war für über die Hälfte der Gettorfer Zeitstrafen verantwortlich. Wobei an dieser Stelle keine Unsportlichkeit unterstellt werden soll! Er verstand es nur am besten, die Situationen so zu nutzen, dass die Schiedsrichter reihenweise auf Zeitstrafen gegen u.a. Gerrit Herforth und Dennis Sebastian entschieden. Beide Gettorfer mussten dann auch Mitte der zweiten Hälfte mit der dritten Zeitstrafe die Innenzone der Halle verlassen.
Dies war gleichzeitig auch der Moment, als die Partie entschieden wurde: in doppelter Unterzahl drehte Preetz das Spiel. Aus 20:17 wurde schnell ein 21:23 – ein Gettorfer Ausgleich gelang nicht mehr. Schade für die vielen guten Ansätze die der GTV am Sonntag zeigte: Ferry Misciewisz mit einer tollen ersten Halbzeit, und alle Gettorfer mit einer guten Abwehrarbeit…oder eben auch nicht.

Es gilt nun schnell diesen Frust in Punkte umzusetzen. Die nächste Gelegenheit hat man dazu am kommenden Wochenende beim TSV Klausdorf.

Die Aufstellung/Torschützen:
Misciewicz, Jöhnk, Lenschau La., Lenschau Lukas 1, Horst 1, Wiskandt 4, Jöhnk 4, Augspach 6, Jessen 3, Carstensen 1, Herforth 1, Sebastian 4.