35 Gegentore beim Aufsteiger bedeuten zu Recht die erste Niederlage der Saison. Die HSG 24109 machte Ihren Job gut, und geriet auch im zweiten Durchgang, als der GTV endlich im Spiel angekommen schien, kaum mehr ins Wanken.

GTV-Coach Jörgen Danielsen musste umdisponieren, denn gleich mehrere Spieler meldeten sich krank bzw. waren im Urlaub. Dennoch waren am Ende 12 Spieler auf dem Spielberichtsbogen eingetragen – danke an Arne Reins und Jan Stegemann für das kurzfristige Aushelfen.
Trotz der unguten Vorzeichen war man nach dem 10 Tore-Kronshagen-Sieg mit ordentlich Selbstvertrauen in die große Mettenhofer Halle gereist. Schön, dass die HSG Ihre Heimspiele hier austrägt, und nicht in der Hamdorfer-Heugabel-Gedächtnis-Halle nebenan.

Das Spiel der Wohlder begann zwar nicht überragend, aber dennoch gut genug, um eine 7:5 Führung herauszuwerfen. Der Knackpunkt der Partie folgte Mitte der ersten Halbzeit: dann häuften sich Gettorfer Fehler und Fehlwürfe, gegen den gut aufgelegten Tim Warther im HSG-Tor. Warther, mit 36 Jahren ältester Spieler in einer recht jungen Mettenhofer Mannschaft, brachte vor allem die zuletzt so treffsicheren Gettorfer Außen zur Verzweiflung und war maßgeblich am 6:0-Lauf seiner Farben beteiligt.
Nun wollte der Gettorfer Rückraum es im Alleingang richten, und auch die zahlreichen Wechsel brachten keine Ruhe ins GTV Spiel, was weitere Fehler provozierte. Dazu gesellten sich viele Ballverluste der Gäste, weil oftmals der erwartete Pfiff des gewohnt guten Schiedsrichters Kolja Christopher ausblieb. Christopher, der sonst eher in deutlich höheren Ligen anzutreffen ist, legte die Regeln für viele Spieler ungewohnt großzügig aus. Und so hatte es die HSG leicht auf ganze neun Tore davon zu ziehen. Beim 19:11 wurden die Seiten gewechselt.

Im zweiten Durchgang wurde es nur selten besser: auch wenn der GTV die Fehler im Angriff größtenteils abstellte, und nun zielorientierter spielte: im Deckungsverbund passte wenig zusammen. Hier merkte man deutlich das Fehlen von Sven Stolze und Gerrit Herforth. Vor allem Sven Marschall nutzte seine Freiheiten im Rückraum (6 Treffer). Nach 46. Minuten verkürzte der GTV zwar auf 24:19, nun war es jedoch der überragende Rechtsaußen Yannik Andrews, der mit zahlreichen Treffern das Spiel endgültig entschied. Immer wenn Gettorf sich auf 4 Tore heran gekämpft hatte (28:24, 29:25) hatte die HSG die richtige Antwort. Und so blieb es beim Abstand und einem recht torreichen Endergebnis von 35:30.
Hervorzuheben ist die sehr gute Leistung von Lukas Lenschau. Ohne Fehlwurf im zweiten Durchgang brachte er es auf 8 Treffer.

Nach dem dritten Saisonspiel gegen die SG Handball Eidertall am kommenden wird man beurteilen können, ob der Saisonstart nun positiv oder eher durchwachsen verlief.
Die Torschützen/Aufstellung: Goos, Jessen 1, Wiese 1, Wiskandt 3, Lübker 5, Sebastian 4, Lenschau Lu. 8, Lenschau La., Jöhnk 2, Augspach 5, Carstensen und Reins 1.