Alle Jahre wieder. Mit einem auch in der Höhe verdienten 28:19-Sieg kann der TSV Flintbek wichtige Punkte im Abstiegskampf einfahren, und schickt den GTV wie auch in den Jahren zuvor mit einer deftigen Niederlage zurück in den Dänischen Wohld. Kuriosum am Rande: der GTV hat – obwohl noch zwei Spiele auszutragen sind – den Klassenerhalt offiziell geschafft. Selbst im Worst-Case-Szenario von vier Absteigern aus der Landesliga ist Platz 7 sicher. So richtig freuen wollte sich darüber aber erst einmal niemand.

Im vierten oder vielleicht sogar fünften Spiel der Saison, welches man mit den beiden Sportsleuten Ohms/Richter bestreiten durfte, holte man wieder keinen Sieg. Ein mickriger Punkt konnte unter den beiden Fachmännern gesammelt werden. Und Wortbeiträge „Du brauchst hier heute gar nichts mehr zu sagen.“ zeugen von Klasse und Souveränität an der Pfeife. So macht das Hobby Spaß und die Vorfreude auf das nächste Wiedersehen steigt ins Unermessliche.

Flintbek hat rechtzeitig zur entscheidenden Phase der Spielzeit zur Topform gefunden, und mit der von Coach Reno Richter einstudierten 3:2:1-Deckung eine starke Waffe entwickelt. Dies mussten auch die letzten vier Gegner der Jungmoräner feststellen. Der GTV war darauf, zumindest geistig, vorbereitet, fand aber nur phasenweise zu Mitteln. So muss man festhalten, dass dieses Spiel im Angriff verloren wurde. Ob die Mittel der Hausherren immer mit dem Regelwerk einhergingen ist egal, man hätte ja genauso verteidigen können.
Durch drei schnelle Tore von Shooter Torben Hagenah führte der TSV mit 3:1, zwar gelang den Gettorfern durch Finn Hahnewald noch der 3:3-Ausgleich, aber es sollte der letzte in diesem Spiel sein. Beim 11:5 nach 18 Minuten nahm Interimscoach Daniel Rusch eine Auszeit; ohnehin fanden sich auf der GTV-Bank zahlreiche Überraschungen. Nach kurzfristigen gesundheitsbedingten Absagen von Lasse Lenschau, Sven Stolze, Florian Steinweh und dem ebenso kurzfristigen Absagen von Trainer Jan Strunk, der mit der Kfz-Technik in Flensburg kämpfte, unterstütze GTV-Oldie Dominic Henschel seine Farben. Brian Lübker war durch Spiele in der A-Jugend und der Zweiten Herren bereits doppelt belastet, so dass mal wieder ein Rumpfkader am Sonntagabend herhalten musste. Dieser hatte seine beste Phase in den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit, als man die Führung der Flintbeker von sechs auf vier Tore bis zur Halbzeit verringern konnte. Beim 15:11 wurden die Seiten getauscht.
Der GTV verkürzte gar auf 15:12, doch nun war vorbei mit Konsequenz in Angriff und Abwehr. Flintbek gewann Bälle oder profitierte von Fehlern im Angriff des GTV. 22:13 leuchtete nur wenig später auf, und die fachkundigen Flintbeker Fans bejubelten jede Aktion Ihrer Farben. Abermals in einer Auszeit wurde der 6-Tore-Sieg im Hinspiel angesprochen, und der damit verbundene direkte Vergleich. Und beim 26:19 war man sogar kurz davor den Abstand zu egalisieren, doch auch das Unterfangen scheiterte nun an vergebenen 100%ern.

Glückwunsch an den TSV zum verdienten Erfolg.

Der GTV geht nun in die Osterpause und wird sich mit immensen Anstrengungen auf das Saisonfinale gegen die SG Kiel-Nord (Dienstag, 12.4. in Friedrichsort) und dem Wellingdorfer TV (Saisonabschluss am Samstag 16.4. in Gettorf) vorbereiten. Beide Mannschaften stecken noch im Kampf um den Klassenerhalt, und wenn der GTV nicht eine ordentliche Schippe drauf legt, droht man auch in diesen Partien Punkte-Sponsor zu werden. Doch so weit muss es nicht kommen, denn eigentlich ist die Tatsache, dass man in dieser Spielzeit zwei Partien vor Ende den Klassenerhalt gesichert hat, die eigentliche Überraschung und gar nicht positiv zu genug zu bewerten.

Die Torschützen/Aufstellung: Jöhnk, Damann, Hahnewald 2, Lenschau 1, Sebastian 2, Augspach 4, Schneider, Wiskandt 6, Henschel 2 und Carstensen 2.