Kein Wochenende für den GTV. Wenn man den Spielbericht der eigenen Zweite Herren liest, sollte man vielleicht noch glücklich mit den Unparteiischen sein. Das Gespann Först/Wöhlk bewies abermals wie ungeeignet es nicht nur für diese Klasse, nein, für diesen Sport ist. Niemanden, wohl auch den Pfeifenmännern selbst, kann das, was sich dort Woche für Woche in den Hallen der Region Förde abspielt, wirklich Spaß machen. Und hier ist die große Gefahr für den Handballsport auf dieser Amateurebene: mit dieser ungenügenden dritten Partei eines Handballspiels, macht es niemanden Spaß.

Daher die gleiche Empfehlung wie schon vor 10 Jahren an Baur&Cordsen: bitte genießt die Freizeit am Wochenende. Und damit ist das Thema Schiedsrichter für diesen Bericht abgehakt.

Wie bereits in der Überschrift formuliert: die "Turbine" TSV Klausdorf gewann das Spiel vollkommen verdient. Das zum einen daran, dass die körperlich robusteste Mannschaft der Liga den Gettorfern in Sachen Präsenz und Zielstrebigkeit einiges voraus hatte, und zum anderen an einer schwachen ersten Hälfte der Gettorfer, die gleich 5 Bälle direkt in die Arme der Heimmannschaft spielte. 15:9 lautete der Halbzeitstand, und hätte Julius Jöhnk nicht viele freie Bälle pariert, wäre die Führung der Hausherren noch deutlicher ausgefallen. Der beste Kreisläufer der Liga, Thomas Gaicki (5 Treffer) und Shooter Bennet Warnholz (10) konnte vor allem in den ersten 30 Minuten allzu oft unbedrängt einnetzen. (Auch wenn ab und an der Kopf von Jöhnk im Weg stand.) Nach dem 5:5 (15. Spielminute) kassierte der GTV also noch 10 weitere Gegentore.

Der GTV nahm sich etwas vor für die zweite Hälfte, denn schließlich lag man beim Überraschungscoup im vergangenen Jahr ebenfalls mit 6 Toren im Rückstand. Doch diesmal legte erst Klausdorf vor, und profitierte von weiteren schweren Fehlern der Gettorfer. „Hier haben meine jungen Spieler richtig Lehrgeld gezahlt.“ Kommentierte Trainer Jan Strunk. 18:9 stand es, 9 Tore Rückstand für die Dänischen Wohlder. Es folgte die beste Phase: die Deckung spielte nun wilde Sau, und nahm den übertriebenen Kampf an, bei 21:17 war der Kontakt wieder hergestellt. Vielleicht wäre auch noch mehr drin gewesen, aber der Heber in Überzahl von Jonathan Wiskandt fand leider nur den Weg an die Latte, und nicht ins Tor. Der kurze Zwischensprint der Klausdorfer entschied die Partie (23:17).
Der zweite Durchgang konnte dann zumindest für den GTV entschieden werden (12:13) – am hochverdienten Zweier der Turbine in der muckeligen Schwentinentalhalle (mit Beleuchtung) änderte dies jedoch nichts mehr.

Der GTV rutscht im engen Mittelfeld der Kreisoberliga auf den vierten Platz, und muss am kommenden Wochenende gegen den MTV Dänischenhagen ran, der fest den 2. Tabellenplatz anvisiert. Kein leichtes Unterfangen, auch wenn man im Hinspiel ein 31:31 Unentschieden erzielen konnte. Vielleicht kann der Kader, der zuletzt zehn (10 !!!!) Ausfälle verkraften musste, dann wieder mit mehr Breite glänzen.

Die Torschützen/Aufstellung: Jöhnk, Sebastian 4, Lübker Brian 3, Stolze 2, Augspach 5, Carstensen 4, Wiskandt 1, Steinweh 2 und Holubowski.