Am Samstagabend eröffnete der Gettorfer TV die Rückrunde mit einem Auswärtsspiel beim TSV Altenholz 3. Mit 24:18 konnte ein am Ende ungefährdeter und verdienter Sieg herausgeworfen werden. Zur Belohnung durfte man sich kurzfristig auf dem zweiten Tabellenplatz wähnen, und wird diese Woche sogar trainieren, um optimal auf das heiß erwartete Duell gegen den Tabellenführer vorbereitet zu sein.

Der TSV Altenholz hat mit gleich drei langfristigen Ausfällen zu kämpfen, die dem Aufsteiger vor allem am Kreis fehlen. Dennoch strahlt vor allem Andreas Sell auch mit 45 Jahren immer noch eine ungeheure Torgefahr aus, auf die auch der GTV ein Hauptaugenmerk werfen sollte. Zudem ist mit Florian Hossner ein Kraftpaket im Rückraum aufgestellt, den man erst einmal unter Kontrolle halten muss. Ein vorgezogenes Resümee: beides gelang ordentlich.

Gettorf tat sich anfänglich schwer die Torchancen zu verwerten. Vermutlich hingen den Spielern noch die 80 Minuten vom Donnerstag in den Knochen.

Steffen Augspach und Finn Hahnewald scheiterten mehrmals am gut aufgelegten Sven Hägermann im TSVA-Tor, oder der Zielgenauigkeit. Die Akzente setzten neben Sven Schneider, mit 5 Treffern gefährlichster GTV-Rückraumspieler, auch Dennis Sebastian, der an alter Wirkungsstätte natürlich hoch motiviert war. Als dann auch noch Julius Jöhnk nicht nur Bälle ins eigene Tor abfälschte, sondern an sich abprallen ließ, konnten sich die Roten erstmals auf 10:6 absetzen. Diese Führung mit vier Treffern hatte bis zur Halbzeit Bestand: eine kurze Schwächephase (8:10) konnte der GTV glücklicherweise schnell abstreifen (Halbzeitstand 9:13).

Auch wenn die Hausherren gleich zum Auftakt der zweiten dreißig Minuten auf zwei Treffer verkürzen konnten: Gettorf behielt die Ruhe und spielte mit dem Selbstbewusstsein einer Mannschaft, die mittlerweile weiß wozu sie in der Lage ist. (Und wozu auch nicht.) So wurde der Vorsprung peu à peu ausgebaut, und auch der zweite Durchgang mit 11:9 gewonnen. Altenholz Dritte hatte auch Wurfpech – oftmals fand der Weg der eigenen Würfe nur ans Gebälk des Gettorfer Tores. 
Im zweiten Durchgang konnte Finn Hahnewald zu alter Treffsicherheit zurückkehren, und Sven Stolze nutzte die zugegeben nur kleinen Lücken am gegnerischen Kreis zu insgesamt vier Treffern. Letztgenannter wird der Ersten in den kommenden Wochen nicht zur Verfügung stehen, und vor allem im Mittelblock der Gettorfer zu ersetzen sein.

Anekdote: mit 16:8 Punkten hat der GTV nun genau so viele Punkte, wie nach dem letzten Spieltag der vorherigen Saison und auf den worst-case-Abstiegsplatz 7 Punkte Vorsprung. Floskel: noch ist es allerdings ein weiter Weg…

Am Sonntag 24.1. kommt dann Mö/Schö 2 nach Gettorf. Das Harz wird verschlossen, und die Trikots gewaschen sein.

Die Torschützen/Aufstellung: Jöhnk, Großmann, Carstensen 1, Sebastian 6, Lübker 1, Schneider 5, Lenschau Lasse, Stolze 4, Lübker Per-Ole, Augspach 2, Hahnewald 5 und Steinweh.