Der GTV musste wie bereits in der Vorwoche auf mehreren Positionen umbauen. Neben gleich vier Stammkräften fehlte auch Trainer Strunk aus beruflichen Gründen. Danke an Hendrik Heinicke für die kurzfristige und wie immer engagierte Unterstützung. Die Gäste aus Klausdorf konnten in nahezu Bestbesetzung auflaufen. Einzig, ein Gaicki fehlte.

Beim 2:0 hatte der GTV die einzige Führung inne, in der verbleibenden Spielzeit sollte das nicht mehr gelingen. Bis zum 7:7 konnte das Spiel ausgeglichen gestalten werden, auffällig jedoch war, dass die Turbine kaum Mühe hatte, zum erfolgreichen Torabschluss zu kommen.

Es war auch der Zeitpunkt der ersten Wechsel auf beiden Seiten, nur das der GTV an diesem Sonntag mal so richtig in die Sch**** griff.
Per-Ole Lübker musste nach wenigen Sekunden humpelnd das Feld verlassen, und wird mit einer Sprunggelenksverletzung mehrere Wochen fehlen. Dennis Sebastian musste ebenfalls nur wenige Augenblicke nach seiner Einwechslung das Feld verlassen, eine Zerrung war aufgebrochen. Lukas Lenschau knickte auf dem Fussgelenk seines Gegenspielers um, für ihn kam Florian Steinweh in die Partie, und er machte seine Sache gut. Soweit zu den Blessuren, die durch simples Pech zu erklären waren…

Die nachlassende Kraft im Zusammenspiel mit der Hektik und Unkonzentriertheit nutzte Turbine zu einem 5:1-Lauf, vielleicht schon der Knackpunkt dieser Partie. Mit ganzen fünf Toren Führung ging die Turbine in die Kabine (17:12).

Im zweiten Durchgang besann sich der GTV auf seine kämpferischen Tugenden. Durch Paraden von Chris Damann gestützt, wurden vorne nach und nach die Lücken genutzt, und es war schön anzusehen, dass bei den ganzen Hiobs-Botschaften Gerrit Herforths Comeback ein Silberstreif war. Angetrieben vom nimmermüden Sven Stolze (8 Tore) verkürzte Gettorf bis zum 20:22.
Das Spiel hatte immer mehr an Härte zugenommen - auf beiden Seiten(!) wären sicher 5-8 Zeitstrafen angebracht gewesen. Die  Unparteiischen Ohms/Richter pfiffen Ihre gewohnte Linie - mit zwei Zeitstrafen aber viel zu wenig. So gesellten sich noch Rippenprellungen und Platzwunden zu den GTV-Verletzungen. Diese berüchtigte Präsenz der Turbine-Spieler sollte auch ein Wende im Spiel verhindern. Tipp an die Pfeifenmänner: der Ellbogen ist kein adäquates Verteidigungsmittel beim Handball. Und wenn ein Team ständig reklamiert, gibt es vielleicht sogar einen Grund?! Der GTV ging auch nicht zimperlich zu Werke, und hätte oftmals dezimiert werden müssen. Doch bis auf zwei Verwarnungen kam man „glimpflich“ davon. So wurde es ein anderes Spiel, als es hätte mit einer normalen Regelauslegung werden können. 
Zwei Mal hatte der GTV noch die Möglichkeit den Anschlusstreffer herzustellen, doch das gelang auch bei guten Chancen nicht. Bei den Klausdorfern überzeugten Jan Hendrik Otto (8) und Bente Warnholz (7).

Nun ist man mit 6:6 Punkten und zwei ärgerlichen, ja gar unnötigen Niederlagen im sehr engen Mittelfeld der Liga angekommen. Am kommenden Wochenende geht es zum Derby nach Friedrichsort gegen Dänischenhagen. Die letzten 6 Duelle verlor man deutlich…leider deutet sich an, dass wieder wichtige Spieler ausfallen, so dass es für alle Beteiligten eine Überraschung wird, wer denn im schönen neuen Trikot aufläuft.

Torschützen/Aufstellung: Damann, Carstensen 1, Sebastian 1, Lübker B. 4, Lenschau La. 1, Lenschau Lu. 1, Stolze 8, Lübker P.-O., Augspach 3, Herforth 4, Steinweh 3.