Am Dienstagabend gab es den ersten spielerischen Vergleich zwischen der Ersten und der HSG Eckernförde. Auf beiden Seiten fehlten Stammkräfte und viele neue Spieler gaben ihr Debüt. Über drei mal 25 Minuten ließ Coach Strunk eine 6:0-Deckung spielen, die aber vor allem im Innenblock noch viel Luft nach oben offenbarte. Die flinken Kreisläufer der HSG nutzten immer wieder Räume, und trafen sicher zweistellig.

Dass der GTV bislang in keiner Einheit auf das Tor geworfen hatte, sondern sich vornehmlich auf Abwehr- und Beinarbeit konzentrierte, zeigte sich vor allem im ersten Drittel. Augspach und Schneider waren echte Unscharf-Schützen. Doch mit zunehmender Spielzeit wurden die gut herausgespielten Chancen mehr und mehr verwandelt. Sven Stolze zeigte, wie wichtig er für die Erste ist und agierte umsichtig im Rückraum. Finn Hahnewald quirlte gewohnt auf Linksaußen.


Im zweiten Drittel wirbelte Bjarne Jöhnk stark auf Rückraumrechts, bis eine Wadenverletzung ihn zum Aufhören zwang. Marcel Rossow dirigierte erstmalig seit vielen Jahren im GTV Dress, Brian Lübker hob sich seine starken Szenen noch für das letzte Drittel auf. Überraschend gut waren die Ballgewinne in der Defensive, die der gute Comeback-Keeper Julius Jöhnk zu zahlreichen Gegenstößen einleitete. Hier präsentierte sich Jonathan Wiskandt – nicht nur wegen neuer Haartracht – auffällig.

Im letzten Drittel konnte Gettorf einen Vorsprung von stets vier Treffern halten, drohte dann aber auf der Zielgeraden eingeholt zu werden. Nach drei Fehlwürfen zauberte Debütant Lukas Lenschau den Ball aus schwieriger Position – fast im Abstellraum der Halle liegend – zum entscheidenden 36:32. Der Endstand wurde deutlicher, weil die HSG in den Schlussminuten noch einige Bälle herschenkte, und der GTV in persona von Florian Steinweh und den nach zweijähriger Verletzungspause zurückgekehrten Gunnar Westphal erhöhte. Etwas zu hoher Endstand in einer fairen und von Achim Rahn stets souverän geleiteten Party: 40:32.

Hoffentlich lässt sich davon niemand blenden, denn es wartet noch viel Arbeit auf die Dänischen Wohlder. Neben den Trainingseinheiten nimmt man am Wochenende beim Vorbereitungsturnier in Flintbek teil.