Der 21. und damit vorletzte Spieltag brachte für den GTV zwei wichtige Erkenntnisse. Zum einen darf man auch in der Spielzeit 2015/2016 in der Kreisoberliga Förde antreten. In Anbetracht des Saisonverlaufs und der vielen kleinen Randnotizen eine beachtliche Tatsache. Zum anderen dass man ohne Bewegungsbereitschaft dort wiederum nichts zu suchen hat, und man gegen gute  Mannschaften – wie die HSG Mönckeberg/Schönkirchen 2 – dann auch deutliche Niederlagen einstecken muss.

Das 24:33 war hochverdient, und hätte bei genauerer Betrachtung auch noch deutlicher zugunsten der HSG ausfallen können. Da auch die heimstarken Mö/Schös eine Vielzahl an Chancen liegen ließen, und das GTV Torwartgespann Nohns/Goos einige davon zunichtemachte, konnte der GTV immerhin den direkten Vergleich für sich entscheiden. (Hinspiel 30:21)
 
Man merkte von Anfang an, dass die Heimmannschaft diese überraschend deutliche Hinspielniederlage gut machen wollte. Da der Gettorfer TV im Angriff nur Fahrkarten zog, lag man entsprechend schnell mit 0:3 hinten. Diese Führung wuchs bis zum 13:8 (22.) an – und erst jetzt fand der GTV ins Spiel. Vor allem Wurfmaschine Mathias Missins war bis hierhin von der GTV Deckung nicht unter Kontrolle zu bringen, und so stellte Jan Strunk nach 20 Minuten auf die defensivere 6:0 Variante um. Sven Stolze traf von Linksaußen, Bjarne Jöhnk von Rechtsaußen, und Gerrit Herforth aus dem Rückraum. So kämpfte sich Gettorf Tor um Tor heran, und der 15:14 Halbzeitrückstand war schon ein Erfolg.
 
Wie heimstark die HSG wirklich ist, und wie wehrlos sich der GTV ergeben kann, zeigte sich dann in den ersten 15 Minuten des zweiten Durchgangs. Ein sagenhafter 9:1 Lauf entschied diese Partie binnen kürzester Zeit. Wobei es kaum die gnadenlose Spielweise der Gastgeber war, sondern vielmehr das ebenso gnadenlose Versagen des Gettorfer Angriffs bzw. das Passivitätswunder GTV-Deckung: HSG Keeper Kevin Mittag musste gar nicht groß hexen, die Würfe gingen von ganz alleine am Gehäuse vorbei: exemplarisch bleibt die Rekordverdächtige Zahl von 5 verworfenen Siebenmetern…(2/7)
 
Am Ende ging es also auch um die Ehre, und die konnte man zumindest ein wenig verteidigen. Brian Lübker zeigte sein Potenzial mit 3 ansehnlichen Rückraumtoren, und Sven Schneider warf seinen Körper erfolgreich ins Getümmel und traf ebenfalls drei Mal. Bei der HSG überzeugte Philipp Löppen mit 9 Treffern.

Etwas freuen konnte man sich nach Schlusspfiff dann doch: zwar nicht über den verkorksten Auftritt, sondern vielmehr über den Sieg des THW 4 gegen die HSG Mi/Mo, wodurch man auch rechnerisch den rettenden 10. Platz sicher hat. Dieser während der Saison teilweise utopisch anmutende Erfolg soll gebührend am kommenden Samstag gefeiert werden, wenn am letzten Spieltag der Meister TSV Plön nach Gettorf reist. Ob sich der Aufsteiger in die Landesliga allerdings als freundlicher Partygast erweist, wird sich zeigen. Den Vizemeister Heikendorfer SV schickte man just mit 35:22 nach Hause…na dann!
 
Die Aufstellung/Torschützen: Nohns, Goos, B. Lübker 3, Schneider 3, Henschel 4, Herforth 4, Carstensen 1, Wiskandt 1, Stolze 3, Augspach 3, P.-O. Lübker 1, Jöhnk 1.