06.03.2015 Steffen Augspach] Schon in den ersten Minuten gab es kein Vertun wer dieses Spiel gewinnen wollte und auch sollte. „Wenn wir zeigen, dass wir gewinnen wollen, habe ich keine Zweifel daran, dass uns dies auch gelingt.“ appellierte Jan Strunk an seine Mannen. Die Worte schienen die Köpfe seiner 14 Spieler erreicht zu haben. Musste der GTV das Heimspiel vom Sonntag aufgrund diverser Grippe-Erkrankungen verschieben (durch Grippe fehlten: Arne Reins, Per-Ole Lübker, Jonathan Wiskandt, Sven Stolze, Gerrit Herforth, Jonas Goos und Jan Strunk), waren nun eigentlich alle Spieler/Trainer mit an Bord, wenn auch ohne Training.

Die Gäste hatten sich etwas überlegt für das 4-Punkte Spiel der Tabellennachbarn: es wurde in einer sehr offensiven 3:2:1-Deckungsvariante versucht den GTV Aufbau zu stören. Die Überraschung gelang, erzielte der GTV in der Anfangsviertelstunde ebenfalls nur wenige 6 Treffer. Doch je länger das Spiel dauerte, desto überlegter wurden die Angriffe aufgebaut, und über Rechts oder Linksaußen meist erfolgreich abgeschlossen.
Über 8:2 (17. - Auszeit Mielkendorf) entwickelte sich nun ein ausgeglichenes Spiel, da der GTV auch Fehler im Positionsangriff machte. So blieb der Abstand bis zum Pausenpfiff gleich (15:9) – auffällig das robuste Einsteigen der Gäste vor allem gegen Gerrit Herforth, der alle drei Zeitstrafen „verursachte“. Die Überzahlsituationen wurden konsequent zu Ende gespielt, meist von Dominic Henschel veredelt.

Im zweiten Durchgang drohte ein kurzes Nickerchen das Spiel wieder spannend zu machen: Mi/Mo verkürzte auf 15:10, und auch der zweite Angriff des GTV versandete – den Gegenstoß hielt Jonas Goos aber mit einem schnellen Reflex. Nicht unwichtig zu diesem Zeitpunkt. Der erste GTV Treffer dann von Florian Steinweh, der seinen Gegenspieler verlud und das immens wichtige 16:10 erzielte. Fortan flutschte es in Angriff und Abwehr für die Dänischen Wohlder: bis zum 20:10 wuchs die Führung an, ehe den Gästen der nächste Treffer gelang.
Doch das Spiel war bereits entschieden, auch wenn Mielkendorf nun teils mit Harakiri-Aktionen alles in die Waagschale warf. Die GTV Deckung war stets da, und konnte die wilden Versuche abwehren.
Schade, dass die guten Referees Ihre Linie ein wenig schleifen ließen, und im zweiten Durchgang viel zu wenig Zeitstrafen ausgesprochen wurden. Unrühmlicher Höhepunkt: der Zusammenstoß des HSG Schlussmanns mit dem im Gegenstoß befindlichen Gerrit Herforth (56.!).
Offensiv wussten weiterhin die Außenpositionen zu gefallen, die oftmals mustergültig vom Rückraum freigespielt wurden. So kam die linke Flanke mit Hahnewald/Henschel auf allein 15 Treffer.

Hochverdienter Endstand: 30:19. Den Schwung will man nutzen, um in der klaren Außenseiterrolle beim TSV Klausdorf vielleicht etwas zu holen. Es werden noch Punkte benötigt - denn wie man hört, spielt beim TSV Kronshagen mittlerweile die Oberliga-A-Jugend mit…
 
Die Torschützen/Aufstellung: Goos, Nohns, Hahnewald 4, Henschel 11, Reins 1, Herforth 6, Rusch, Carstensen 1, Wiskandt, Stolze, Augspach 2, P.-O. Lübker 1, Steinweh 2, B. Lübker 2.