Mit einem 31:22 Sieg in Wellingdorf hat der GTV auch rechnerisch letzte Zweifel am Klassenerhalt beseitigt. Ein starker Sven Stolze ragte aus einem genauso starken Kollektiv heraus - der erste Sieg seit dem 2. Februar freute alle mitgereisten Gettorfer. 
Und das waren nicht nur die beiden Zuschauer die es mit den Gettorfer Farben hielten (Danke Mena und Ralph!) sondern auch Betreuer/Co-Trainer und Reha-Per-Ole in Personalunion, sondern auch Trainer Heinicke und zwei Torhützer sowie sieben Feldspieler.

In dem vermeidlich wichtigsten Saisonspiel fuhr man also mit einem Wechselspieler ans Ostufer. Bei einem Kader von 18 Feldspielern eine absolut bemerkenswerte Tatsache. So soll an dieser Stelle ein letztes Mal auf die Personalsituation ausführlicher eingegangen werden. (Ggf. ist ja auch dadurch der Absturz von Rang 3 auf 7 zu erklären?!)

Es fehlten: Tim Nohns (Schulter-Verletzung), Chris Dammann (Universität), Sven Großmann (Urlaub), Florian Steinweh (persönliche Gründe), Falco Lentzsch (Urlaub), Marco Landt-Hayen (persönliche Gründe), Gunnar Westphal (Schulter-Reha), Lasse Lenschau (kurzfristig erkrankt), Dominic Grapengeter (Urlaub), Arne Reins (Sprunggelenksverletzung), Mathias Graf (persönliche Gründe), Christian Bergert (persönliche Gründe) und Per-Ole Lübker (Knie-Reha - aber als Betreuer dabei.)
Im Hinspiel verlor man dagegen mit fast vollem Kader gegen den nun Vorletzten WTV 2. In der Schlusssekunde macht Linkshänder Yannik Andrews das Siegtor, und auch diesmal sollte der Rotschopf zu den treffsichersten Akteuren gehören (5 Tore). 

Das Gettorfer Spiel begann glücklos, bzw. trefferarm. Denn in den ersten 30 Minuten erspielte man sich eine Vielzahl an guten Möglichkeiten, vermochte den Ball aber nur elf Mal am starken WTV-Spielertrainer Tom Voerste vorbei zu bugsieren. Drei Siebenmeter (Herforth, Hahnewald & Augspach scheiterten) und ein verworfener Gegenstoß (Augspach), sowie einige Versuche von den Außenpositionen (Carstensen & Klaaß) fanden allesamt nur die Extremitäten von Voerste. 

In der Deckung stellte erst Wuchtmensch Hendrik Lange ein Problem für Gerrit Herforth dar. Mit zunehmenden Spielverlauf sollte 'Gerry' aber hier eine tolle Abwehrleistung hinlegen, und dem 5fachen Torschützen keinen Platz mehr für Entfaltung geben. Mit drei blitzsauberen Toren von Andrews endete der erste Durchgang, der über 2:6 (10.), 7:6 (17.) und 11:13 (Halbzeit) ein Auf- und-Ab für den GTV bedeutete.
 
Bis zur 35. Minuten hielt der WTV Vorsprung, nun kam Eckart Nohns ins Spiel, und mit jedem gehaltenen Ball stieg auch das Selbstvertrauen der Gettorfer Angreifer. Beim 15:16 (39.) hatte man die erste Führung, und nach dem 19:20 Anschluss kam nun die beste Phase der Gäste. 

Überzahlsituationen wurde gnadenlos ausgespielt, und aus dem Rückraum war nun die notwendige Zielstrebigkeit zu erkennen. Stolze, Herforth und Augspach nahmen sich viele Würfe, trafen davon aber auch immer mehr. Dazu drei blitzsaubere Treffer von Timo Carstensen und auch bessere Siebenmeter von Sven Stolze: beim 26:19 (54.) aus Gettorfer Sicht war das Spiel entschieden. Die Konzentration in der Deckung blieb hoch, und so wurde der Sieg am Ende sogar noch deutlich: Balsam auf die wunde GTV-Seele. Hendrik Heinicke sprach nach dem Spiel sogar von "einer der besten Saisonleistungen."
 
Aus einer kämpferischen Mannschaft fällt es schwer jemanden herauszuheben: alle Anwesenden trugen Ihren großen Teil zum 9. Saisonsieg bei und sich entsprechend auch in die Torschützenliste ein.
Der Saisonabschluss gegen den TSV Flintbek am 12.4. kann also deutlich entspannter angegangen werden: der 8. Tabellenplatz ist sicher, momentan ist man siebter. Maximal ist bei einem Sieg gegen Flintbek noch der 6. Platz möglich, aktuell hat man ausgeglichene 21:21 Punkte.
 
Zum Saisonabschluss mit Grill und Getränk sind alle Freunde und Handballinteressierten gerne eingeladen. Los geht es bereits um 15 Uhr mit dem Spiel der Damen, gefolgt von der 2. Herren. Ankündigung folgt.

Die Torschützen/Aufstellung: Goos, Nohns, Hahnewald 2, Herforth 6, Augspach 6, Stolze 11, Klaas 2, Rusch 1 und Carstensen 3.