Der TSV Klausdorfer hat den nächsten Kreisoberligist aus dem aktuellen Pokalwettbewerb gekegelt. In einem guten, spannenden Handballspiel waren es Kleinigkeiten, die am Ende den Ausschlag für den nicht unverdienten Sieg der Gäste vom Kieler Ostufer gaben.
Im ersten Durchgang konnte Gettorf mit 3:1 (5.) in Führung gehen. Doch im weiteren Verlauf kam Klausdorf über seine bulligen, aber kleingewachsenen Rückraumspieler mehr und mehr zu einfacheren Toren aus dem Rückraum. Thomas Gaicki sollte am Ende mit 9 Treffern der beste Feldspieler an diesem Tag sein. Beim 9:12 wechselte Heinicke durch, und Finn Hahnewald nutzte gleich die Gelegenheit zu einem sehenswerten Treffer. Aktivposten im Gettorfer Angriff war wie so oft Gerrit Herforth, doch auch dem Halbrechten gelang gegen die TSVK-6:0 nicht alles. Beim 13:15 wurden die Seiten gewechselt, und es folgte die beste Phase des GTV.
Gunnar Westphal rückte in den Mittelblock, und war gleich für eine ganze Reihe von Ballgewinnen und den sogenannten einfachen Toren verantwortlich: 4 Tore warf der GTV in Folge und war nun mit 16:15 (36.) selbst in Führung gegangen. Fortan wog das Spiel hin und her. Mal setzten sich die Klausdorfer mit zwei Toren ab (20:22, 46.) mal kam der GTV zurück ins Spiel. (25:23, 50.)
Den entscheidenden Punch in einer nun typischen Pokalpartie, mit lautstarker Unterstützung für beiden Seiten, konnte Gettorf nicht setzen, ein Knackpunkt war der vergebene Wurf beim 28:26 vier Minuten vor dem Ende! nach dem schnellen Anschlusstreffer der Gäste, war es ein höchstumstrittener Pfiff, als Gunnar Westphal ohne Ballbesitz (!!) eine Fußspitze im Aus gestanden haben soll, und zur Verblüffung aller, dies vom umsichtigen Gespann aus Heikendorf erkannt wurde. Im folgenden Angriff des TSV eroberte Lasse Lenschau den Ball knapp VOR der Außenlinie, bekam aber dennoch den Pfiff gegen sich, und Klausdorf entsprechend Ballbesitz. Tor zum 28:28 Ausgleich.
Wieder vergaben die Gettorfer Ihren Angriff und mussten im Gegenzug durch Matthias Köpda den 29:28 Siegtreffer hinnehmen. Doch erneut bot sich die Möglichkeit auf den Ausgleich, den Sven Großmann denkbar knapp vergab. Die letzten 15 Sekunden spielte Klausdorf locker herunter, um anschließend in lauten Jubel auszubrechen. Traurige Gesichter bei den Roten, die gegen einen starken Gegner durchaus ins Halbfinale hätten einziehen können. Nun gilt der Fokus wie nach jedem Pokalaus der Liga. Zu den besten Gettorfern gehörten Gunnar Westphal, Daniel Rusch und Tim Nohns im GTV Tor.
Torschützen/Aufstellung: Nohns, Dammann, Reins 5, Herforth 3, Rusch 5, Großmann, Augspach 4, Klaaß, Carstensen 2, Grapengeter 1, Hahnewald 2, Westphal 4, Lenschau 1 und Graf.