Es ist schon ein bisschen verwegen diesen Vergleich zu wagen, aber das Spiel der 1. Herren ähnelte doch ein wenig der Achtelfinalpartie bei der Handball-WM zwischen Spanien und Serbien 31:20 (20:12). Da das Spiel der Kreisoberliga 1627 km von Zaragossa in der Kreisoberliga am Ende ziemlich deutlich mit 32:21 (19:10) an die SG Kiel-Nord ging, übernimmt der GTV eindeutig die Rolle der Serben in diesem Spiel ein. Welche Indizien darauf schließen, steht im weiteren Bericht.

Vor dem Spiel war klar, dass sich Torben Quickertovic von seiner Bänderverletzung aus dem Wellingdorf-Spiel noch nicht erholt hatte und so seinem Team nicht zur Verfügung stand. Auch Mathias Grafic fehlte den Gettorfern. Des Weiteren verletzte sich Gerrit Herfortjin nach 8 Minuten am Oberscherschenkel und konnte den Rest der Partie nicht mehr zur Verfügung stehen. Bis zu diesem Zeitpunkt stand es noch 5:5. Ab jetzt zeigten sich die Symptome im Angriffs- und Deckungsspiel, die sich durch das weitere Spiel gezogen haben. Der Offensive fehlte die Durchschlagskraft und Kreativität und in der Abwehr stand man alles andere als sicher. Über 11:5, 14:10, erhöhten die Gastgeber bis zum Ende der ersten Hälfte auf 19:10. Kleiner Vergleich vom Paralellspiel: Serbien war im Angriff harmlos, spielte eine miserable Überzahl und ließ zu einfache Gegentore, vor allem über den Gegenstoß (wie die SG, witzigerweise war hier der Linksaussen der Kieler sehr erfolgreich, der erstaunlich viel Ähnlichkeit mit serbiens Außen Nikcevic hat, also eine Art Gegenparallele) . Genau wie Gettorf. Die Spanier erhöhten bis zum Pausenpfiff auf 20:12.

Jetzt kommt die Phase die in beiden Spielen vergleichbar ist. Der GTV schaffte es bis zur 43. Minute keinen Gegentreffer zu kassieren ,das lag zu einem an der gut arbeitenden Abwehr, aber hauptsächlich an Chris Dammanstanic, der nach langer Zeit wieder ein Spiel machte. „Chris baut einen Damm, man!“, verlautete es vom Chefkomiker auf der GTV-Bank. 13 Minuten ohne Gegentreffer sollten eigentlich auch reichen, neun 9 Tore aufzuholen oder wenigstens sehr nahe heran zu kommen. Doch leider stand es in der 43. Minute nur 20:14! Auch die Spanier erzielten zum Beginn des zweiten Spielabschnitts 12 Minuten in Folge kein Tor. In dieser Zeit kamen die Serben um Ilic, Vujin und Sesum nur auch nicht zu einem Tor. Der Drops war gelutscht, die Messen gelesen, die Felle davon geschwommen, der Cevapcici gebraten! Friedrichsort/Schilksee spielte das Spiel souverän zu Ende. Auf Seiten des GTV war Sven Stolzvic mit sechs Treffern noch der erfolgreichste Rückraumschütze und Florian Steinwic überzeugte auf der Linksaußenposition.

Goos, Dammann: Fischer 6/4, Stolze 6, Steinweh 4, Krause 2, Herforth 1, Lenschau 1, Voß 1 .