Am Sonntag ging für die 1.Herren des GTV die Saison im neuen Jahr wieder los. In heimischen Gefilden wurde die Zweite aus Wellingdorf empfangen. Coach Schulz stellte schon vor dem Spiel klar, dass nur durch Kampf und Wille gewonnen werden kann. Beides war deutlich präsent, doch leider reichte es nur zu einem 24:25 (11:14).

 

Die erste Hälfte begann sehr stark für die Gettorfer. Schnell konnte ein deutlicher Vorsprung erarbeitet werden und die Gäste konnten nur zusehen, wie mit ihnen gespielt wurde. Tempo war allem Anschein nach nicht kompatibel mit der gewohnten Spielweise. Daher blieb man im Rahmen seiner eingeschränkten Möglichkeiten und setzte mit Körpereinsatz dagegen. Doch gerade dieses, etwas plumpe Spielverständnis machte den Hausherren zu schaffen, da immer mehr in die schnellen Angriffe gehackt wurde. Ab der Mitte der ersten Halbzeit konnte sich der Gast sogar einen Vorsprung erarbeiten, zudem eine eher mäßige Wurfausbeute und ein kleiner Anflug von aufkommendem Schlendrian auf Seiten der Gettorfer half. Beide Mannschaften ließen nun keine Fehler mehr zu und die Härte im Spiel blieb auf beiden Seiten konstant. Zur Freude des Coaches der Heimmannschaft zeigten seine Schützlinge hohe Bereitschaft den Kampf anzunehmen und sogar zu erwidern.

Die letzte Halbzeit begann, wie die Kabinenansprache endete: Höchst motiviert und laut. Die Abwehr packte immer energischer zu und versuchte den Gegner durch eine offene Variante zu verwirren. Zusätzlich stärkte der Mann im Jogginganzug zwischen den Pfosten die Moral der Gastgeber, da immer wieder starke Paraden den Wellingdorfern das Leben schwer machten. Auf der anderen Seite fanden die Gettorfer jedoch ein kleines Häufchen Kryptonit: Den Torwart der Gäste. Warum auch immer wurde er konsequent angeworfen, sodass dieser wie Rumpelstilzchen durch seinen Torkreis hüpfte und das schlechte Wurfbild des gettorfer Angriffs nahezu verhöhnte.

Zusammenfassend kann dieses Spiel als Teilerfolg verbucht werden, da die deutliche Kampfbereitschaft der Mannschaft auf schöne, kommende Spiele hoffen lässt. Zwar gab es hin und wieder ein paar Makel, aber Rom ist ja auch nicht an einem Tag erbaut worden. Was zusätzlich gezeigt wurde ist, dass wir es irgendwie immer wieder schaffen, uns das Leben selbst schwer zu machen, wenn auch dieses Mal suboptimale Abschlussbilanz, und dennoch voller Zuversicht ins nächste Spiel gehen.