Der Unterschied zwischen einer Sieges - und Niederlagenserie macht sich schon in dem Verfassen von Spielberichten bemerkbar. Niederlagen zu beschreiben fällt eindeutig leichter. Aber machen wir eine Zeitreise zurück Ende September 2011. Der Papst besucht Deutschland, Patrick Musyoski verbessert in Berlin den Marathonweltrekord und der Gettorfer TV startet mit vier Spielen aus vier Siegen in die Kreisoberliga. Gehen wir zurück in das Jahr 2012. Die Serie Modern Family gewinnt vier Auszeichnungen bei der Emmy-Verleihung,  der Jade-Weser-Port wird in Wilhelmshaven eröffnet und der Gettorfer TV steht mit vier Niederlagen aus vier Spielen am Ende der Tabelle der Kreisoberliga. Ganz klar, das hat man sich anders vorgestellt. Zitieren wir an dieser Stelle die Überschrift nach dem ersten Spiel gegen Heikendorf: „Neue Saison, neue Gefühle?“. Hier kann man nun getrost das Fragezeichen weglassen. Werfen wir zusätzlich die gestellten Fragen aus diesem Bericht auf. „Und jetzt? Ist man nicht mal gut genug um gegen einen Aufsteiger zu gewinnen? Läuft da wirklich nichts mehr zusammen ohne die Abgänge? Ist man erst bei 70-80%?“.

Weder gegen Aufsteiger noch gegen arrivierte  Mannschaften wie Mönkeberg 2 war man bis jetzt erfolgreich, die Abgänge fehlen anscheinend doch an allen Ecken und Kanten und man ist wohl wirklich erst bei max. 70 Prozent. Daher auch das am Ende deutliche 27:22 gegen die HSG Mönkeberg/Schönkrichen 2.

Nun zum Spiel. Der Verfasser hat für diesen Bericht leider keinen Spielfolgeablauf. Es fehlten Stolze, Graf, Voß, Krause und Wiese. Einige von den Absagen fürs Spiel erfolgten leider sehr kurzfristig. Der aufmerksame Leser wird schon beim Durchgehen der Mannschaftsliste im Kopf gemerkt haben, dass nur noch drei Rückraumspieler übrig blieben. Damit waren die Wechselmöglichkeiten sehr eingeschränkt. Zu Beginn der ersten Halbzeit, arbeitete die Gettorfer sehr stabil mit einem gut aufgelegten Lange zwischen den Pfosten. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis die Mönkeberger zum ersten Mal trafen. Im Angriff konnte man diese Situation nicht vollends ausnutzen. Dennoch variierte die Führung des GTV zwischen einem und drei Toren. An dieser Stelle soll jetzt nicht wie , dass man gegen die Mönkeberger das Tempo hochhalten soll, dass das Team um die Dahmke-Familie mit all ihrer Erfahrung nicht zu unterschätzen ist. Routine …blabla… Geduld …blabla… So ist es aber! Warum und wieso und weshalb die aus den Spielen davor bekannten Fehler einschlichen, warum und wieso und weshalb die Abwehr nicht mehr funktionierte, warum und wieso und weshalb im Angriff die Ideen wegblieben – das ist die wirklich alles entscheidende Frage. Natürlich fehlten am Wochenende die Wechselmöglichkeiten, sodass Christian Bergert im Rückraum auftauchte und ihm sogar zwei sehenswerte Treffer gelangen. Leider war die Abwehr in Hälfte zwei nicht mehr so sicher wie im ersten Abschnitt. Treffsicher war ansonsten wieder einmal Gerrit Herforth. Dann kam die erwähnte Routine des Gegners, sodass am Ende eine 29:22 Niederlage zu Buche stand.