Bei bestem Wetter und guter Laune bekam GTV-News Michael Schulz (49), den neuen Trainer der 1. Herren des GTV zwischen die Finger um ihn mit ein paar Fragen zu löchern.

In welchen Vereinen warst du schon vorher unterwegs?

Als Spieler beim TSV Ellerbeck „Up ewig ungedeelt", HSG Sasel/Duwo und TV Bergneustadt. Das Trainerdasein bisher beim SG Rath/Heumar (Köln), HSG Lüneburg, TV Fischbek Hamburg, TSV Altenholz, Preetzer TSV und bis Ende letzter Saison bei TSG Schönkirchen.

Wie Lange bist du schon als Trainer aktiv?

Länger als die meisten Spieler auf der Welt sind und von dieser gefühlten Ewigkeit zuletzt 4 Jahre bei Schönkirchen.

Was ist deine Philosophie von Handball?

Lass den Gegner nach deiner Pfeife tanzen und nicht tanze nicht nach seiner.

Warum gerade der GTV?

Nach 4-jähriger Zusammenarbeit mit Schönkirchen wurden neue Aufgaben gesucht und da der GTV gerade auf Trainersuche war, konnte zusammen gefunden werden. Zudem (unter leichtem Schmunzeln hinzugefügt) sei Gettorf auch etwas näher an der Heimat als Schönkirchen. Außerdem traf man in der Saison aufeinander und ein erster Eindruck konnte gewonnen werden.

„Die Mannschaft wirkte auf der Platte sehr harmonisch, eng zusammengewachsen, sowohl menschlich, als auch sportlich und es ist durchweg eine Truppe aus netten Jungs."

Wurden deine Erwartungen beim ersten Treffen mit der Mannschaft erfüllt?

Die Ansprüche waren vorher anders, da sich die Mannschaft anders präsentierte, als noch in der Saison, das mit dem Generationenwechsel innerhalb des Gefüges zu tun haben könnte. Der dadurch entstandene Umbruch ist aber gerade die Herausforderung. Die Eingangsansicht, dass der GTV sich in den kommenden Spielen in der Position des Jägers und nicht des Gejagten befindet ist nach wie vor gefestigt, da die Mannschaft ein hohes Potential hat. Gerade die hinzugekommen Spieler eröffnen neue Möglichkeiten und ergänzen den spielfreudigen Kader sehr gut.

Wie lief deiner Meinung nach die Vorbereitung? Kann das Team deine Ideen umsetzen?

Meine Ideen sind verstanden worden – gleichwohl es ein vollständiger Umdenkprozeß bei vielen Spielern ist – Durch die Verjüngung werden wir sicher viele Fehler machen, aus denen wir sehr viel lernen werden. Eine „Vorbereitungsphase" im sportwissenschaftlichen Sinne hat nicht stattgefunden, aufgrund der Urlaubsplanungen aller Beteiligten. Daher werden wir auch in dieser Saison eher im Mittelfeld einlaufen.

Wie wird der Saisonstart?

Wahrscheinlich eher schwach. Das Ziel sind daher 2-4 Punkte in den ersten 4 Spielen, da sich die Mannschaft noch etwas finden muss. Auf der anderen Seite könnte der Respekt der Gegner noch sehr hoch sein und dadurch ist ein sehr starker Start auch möglich. Unter anderem sind die Veränderung im Spielstil der Mannschaft für Überraschungen gut.

Wie schätzt du das diesjährige Niveau der Kreisoberliga ein? Wer sind die Favoriten?

Das Niveau wird durch die starken Aufsteiger Heikendorf und Mi/Mo nicht schlechter – die Liga ist sehr ausgeglichen und hat mit dem Heikendorfer SV, Kronshagen 2, FT Vorwärts seine Favoriten gleichwohl sind die andere Teams nicht zu unterschätzen

Wie sieht der Weg in der Saison aus und wo ist das Ziel?

Ab November sollte die Leistung immer kontinuierlicher sein, da derzeit vor allem am Spielverständnis gearbeitet wird und die Mannschaft die Veränderungen gut annimmt. Daraus soll ein Spielfluss resultieren, in dem die richtigen Entscheidungen auch in Extremsituationen getroffen werden und die Begegnungen durch schnelles und kampfbetontes Handeln bestimmt werden. Der Fokus liegt dabei im Anfang nicht auf der individuellen Förderung sondern dem wachsen der Einheit. Die Basics werden immer weiter geschärft um aus einem starken Grundprinzip einen variablen Spielaufbau zu konzipieren. Auch wenn sich die Mannschaft auf einem guten Weg befindet wird es schwierig als erster die Saison zu beenden, da es starke Konkurrenz gibt. Daher ist eine Platzierung um den fünften realistisch und weiter vorne möglich. Auf der anderen Seite ist die Platzierung egal, da das Forming im Vordergrund steht.