Eine große Herausforderung für einen Verein es ist immer wieder, engagierte Trainerinnen und Trainer zu finden. Das galt lange Zeit auch für die Handballsparte des GTV und der HSG Gettorf/Osdorf. Insbesondere im Jugendbereich, wo das Training in der Regel nachmittags stattfindet, erschwert allein die Trainingszeit das Engagement von Interessierten.

Seit einigen Jahren zeichnet sich jedoch eine erfreuliche Entwicklung ab: viele Jugendliche, selbst aktive Handballerinnen und Handballer im GTV und der HSG Gettorf/Osdorf engagieren sich als Trainer oder Betreuer  und streben durchaus eine längerfristige Trainertätigkeit an. Die Verantwortlichen der Handballsparte hatten schon länger den Wunsch, hier durch eine geeignete Trainerqualifikation den Jugendlichen eine entsprechende Unterstützung und Sicherheit geben zu können. Im Frühjahr diesen Jahres zeichnete sich ab, dass diese Idee in die Tat umgesetzt werden konnte.

Schnell war klar, dass es sich um eine kompakte Schulung, in Gettorf durchgeführt, handeln sollte. In der eigenen Halle, mit den hier zur Verfügung stehenden Möglichkeiten und eigenen Jugendmannschaften, die dadurch auch eine Sondertrainingseinheit bekommen konnten.

Nach Gesprächen mit Klaus Dieter Petersen von der Agentur CommEvent in Kiel war die Idee ausgearbeitet, ein Termin gefunden und es konnte losgehen. Am 11. Juli 2015 trafen sich die Jugendtrainerinnen und -trainer in der Grundschulhalle in Gettorf. Sebastian Zuther und Sophie Fasold von CommEvent vermittelten in Theorie und Praxis Informationen und Anregungen insbesondere zum Kinder- und Jugendhandball. Warum ist es wichtig, einen Trainingsplan zu haben? Welche Sichtweise haben Kinder und Jugendliche? Wie kann  man Trainingszeit effektiv nutzen? Welche Alternativen gibt es zu „langweiligen Dauerläufen“? Wie schaffe ich es, allen Spielern Erfolgserlebnisse zu vermitteln? Und was ist eigentlich wichtig im Kinder- und Jugendhandball? Dieses sind nur einige Themen, die an diesem Tag beleuchtet wurden.

Aber die Teilnehmer mussten auch aktiv werden. Wie baut man koordinative Übungen aufeinander auf? Wie kann man Konzentration und Wahrnehmung fördern? Einige diese Aufgaben versuchten die Teilnehmer selber und nicht alles klappte auf Anhieb...

Im Anschluss gab es dann eine Trainingseinheit für Spielerinnen und Spieler der D- und C-Jugend. Im Rahmen dieses Abschnitts wurde erläutert, wie Trainingsbausteine aufeinander aufbauen und auf welche typischen Fehler zu achten ist.

Unterbrochen von einer Mittagspause gab es an diesem Tag zwei Themenschwerpunkte für die Altersklasse der D- und C-Jugend. Viele Anregungen und Sichtweisen zeigten sich jedoch als „alterslos“ und können auch von den Trainern der älteren Jahrgänge eingebaut werden. Einiges wurde gleich in das in den Sommerferien veranstaltete Handballcamp eingestreut.

Nach einem langen und anstrengendem Tag, die Qualifizierung fand von 09:00 bis 18:00 Uhr statt, waren die Teilnehmer erschöpft, aber auch zufrieden. Jetzt gilt es, die Inhalte in die Trainingsarbeit aber auch in die Jugendarbeit allgemein zu übernehmen. Auch hierzu gab es am Rande der Veranstaltung informativen Austausch mit Sebastian Zuther.