Wir hatten uns viel vorgenommen im Spiel gegen Klausdorf. Schnell in Führung gehen und eine kräftige Abwehr aufs Feld stellen. Damit wollten wir die hoch gewachsenen und jungen Gegnerinnen wieder nach Hause schicken.

 

Das viel uns aber schwerer, als wir es vielleicht erwartet hatten. Klausdorf hielt das Tempo gleich von Anfang an hoch und beeindruckte auch durch eine offensive Abwehr. Und obwohl wir mit 1:0 in der 3. Minute und nochmals zum 3:2 in der 10. Minute in Führung gingen, verpassten wir nach der 16. Minute (4:4) den Anschluss. Zu viele Ballverluste verhinderten eine weitere Führung. Ob es nun am Schiedsrichter lag, der ziemlich schnell Zeitspiel anzeigte, oder an der offensiven Abwehr der Klausdorferinnen, die uns zu schaffen machte; wir wurden immer hektischer und nervöser. Wir wollten unbedingt Tore machen, aber wir waren viel zu verkrampft. Die Bälle kamen nicht mehr vernünftig an. Es war das erwartet schwere Spiel, aber wir hatten nicht mit so viel Emotionalität gerechnet. Wir waren mehr damit beschäftigt, mit der ruppigen Art der Gegnerinnen klar zu kommen, als uns auf unser Handballspiel zu konzentrieren.

Halbzeit: 6:7

 

Aber es war noch nicht alles verloren. Mit einem Tor hinten liegen, lässt sich noch reparierten. Wir wollten ganz cool unser Spiel weiter spielen und so die zwei Punkte kassieren. Wenn wir lange genug durchspielten, ergaben sich auch die Lücken und wir konnten wieder aufholen. Bereits in der 32. Minute schafften wir den Ausgleich (7:7). Komplizierte Spielzüge waren bei diesem Gegner nicht das Mittel. Die einfachen Einläufer von außen oder ein Kreuz im Rückraum, war viel wirksamer. Und obwohl Simone gerne mal ganz aus dem Spiel genommen wurde von einer Klausdorferin, waren wir in der 41. Minute mit zwei Toren vorne (10:8). Doch Klausdorf ließ sich nicht abhängen. Zwei schnelle Gegentore und sie waren wieder dran (43.' 10:10). Dieses Prozedere wiederholte sich noch zwei mal: vom 12:10 (46.') auf 12:12 (50.') gefolgt vom 14:12 (52.') auf 14:14 (59.'). Ein Wechselbad der Gefühle. Eigentlich wären wir dann ja wieder „dran gewesen“... Der Klausdorfer Trainer positionierte allerdings schon zum 14:14 eine seiner Spielerinnen an der Mittelfeldlinie. Bei unserem Ballverlust war so ein schneller Gegenstoß möglich und brachte uns nach 29 Minuten erstmals und schlussendlich wieder in den Rückstand. Schade, diese zwei Punkte hätten sich echt gut angefühlt.

Endstand 14:15

 

 

Es traten an:

Sabine (1. - 60.), Mia (3), Mone (3), Birthe (2), Tini (2), Stephie (2), Marion (1), Birte (1), Finja, Kathi, Petra, Lena, Cori