Als Gast in der eigenen Halle zu spielen ist auch mal nicht schlecht. Auf Grund einer Spielverlegung durften wir am vergangenen Wochenende daher gegen Wellsee das Auswärtsspiel in heimischer Halle antreten. Leider wollte wieder einmal kein Schiedsrichter diese Partie leiten. Zum Glück konnten wir Tobi für dieses Spiel begeistern. Vielen Dank für deinen Einsatz!

Und noch ein großes Dankeschön geht an Svenja Nielsen, die wir uns ausleihen durften, da unsere Torhüterin Margit durch familiäre Feierlichkeiten verhindert war.

 

Das Spiel begann schnell, wie erwartet. Wellsee ist eine junge Mannschaft, die das zweite Jahr im Damenbereich spielt. Dementsprechend flink liefen die Gegnerinnen, die drei Linkshänderinnen an Bord haben, auch über das Feld. Es war nicht einfach für uns die quirligen Wellseerinnen in den Griff zu bekommen. Meistens versuchten sie über den Kreis zu spielen. Obwohl wir in einer 6-0-Abwehr spielten, schafften wir es die ersten Minuten nicht, das Kreisanspiel zu verhindern. So war es kein Wunder, dass das Torverhältnis in der ersten Hälfte relativ dicht beieinander blieb. Vom 1:1 in der 7. Minute über das 3:3 in der 12. Minute bis hin zum 5:5 in der 23. Minute.

Dabei hätte es ganz anders aussehen können: Wäre der Abpraller nach dem gehaltenen (!) 7m von Svenja nicht in gegnerische Hände geflogen, hätte man nicht vergeblich in Unterzahl spekuliert und würde man den Ball nicht immer wie eine heiße Kugel schnell irgendwohin werfen... kurz gesagt: es wurden zu viele Bälle verschenkt. Zum Glück wurden in der gegnerischen Mannschaft ebenfalls viele technische Fehler gemacht. Halbzeit 7:8

 

Ruhe bewahren, konzentriert spielen und unsere Chancen nutzen. So wollten wir in die zweite Hälfte gehen. Anfänglich noch etwas stockend, nahm dann der Mia-Zug seine Fahrt auf. Ist der Knoten erst einmal geplatzt, geht es ganz einfach. Gerade die linke Seite der Wellseer Abwehr schwächelte und bereitete viel Platz. Sackstark verwandelte Mia von ihrer Position sechs Tore allein in der zweiten Halbzeit. Mit Birthe, die am 7m-Punkt souverän insgesamt 5 Tore erzielte, ebneten wir den Weg zum Sieg.

In der Abwehr hatten wir den Kreis zwar immer noch nicht zu 100 % im Griff, aber immerhin wurde diese Spielerin nunmehr konsequent vom 6-Meter-Kreis rausgeschoben. Auch den "Joker" der Gegnerinnen hatten wir bald enttarnt: die Spielerin mit der Nummer 18 (Sabine Thomschke) kam immer nur auf das Spielfeld, um mit einem Schlagwurf zum Tor zu gelangen. Mit einem kompakten Block und Kampf in der Abwehr hatten wir die Wellseerinnen so zumeist im Griff.

In den letzten Minuten drehten wir noch mal so richtig auf: Erst konnte Finja einen Ball abfangen und mit Marie zum Tempogegenstoß starten (20:14) und gleich im Anschluss gelang es Kathie ebenfalls einen Ball abzufangen und mit Christiane den Tempogegenstoß zu vollenden (21:14). Glücklich und zufrieden (und mit einem stolzen Trainer) beendeten wir das Spiel mit 21:16.

 

Es traten an:

Svenja (1.-60.), Mia (8), Birthe (6/5), Marie (3), Christiane (3/1), Tini (1), Marina, Finja, Birte, Stephie, Maike, Kathi, Sabrina