Gegen Suchsdorf war es auch in der Vergangenheit immer ein Glücksspiel. Mal gewinnt man, mal verliert man. Zum Glück hatten wir – dank unserer "Joker-Spielerinnen" Ina und Naddel – genug Mädels auf der Bank, um mit voller Power in das Spiel zu gehen.

Leider starteten wir nicht so "powerfull" in das Spiel wie gewünscht. Suchsdorf konnte gleich das schnelle erste Tor erzielen und wir waren noch nicht ausgeschlafen, um gleich entgegenzuhalten. Unsere 5-1-Deckung war nicht störend genug und die Abwehr einfach zu offen. Einige Minuten vergingen, bis wir im Spiel waren und zumindest mithalten konnten. In Minute 7. stellten wir die Abwehr um, Marina durfte die Spielerin mit der Nummer 10 "bewachen", und schon kamen die Gegnerinnen ins schleudern.
Vorne konnten wir uns auf unsere Spielzüge konzentrieren und kamen so auch zum Erfolg. Wir konnten den Spielstand bis zum 6:3 ausbauen. Auch wenn wir uns schwer taten. Viel zu gerne wollte z.B. Marina über die Deckung, dabei wäre die direkte Variante wesentlich besser gewesen. Es war ein harter Kampf: Vorne die Ruhe zu bewahren und sich auf unser Spiel zu konzentrieren und hinten durch die offene Deckung viel zu verschieben und auch mit den zwei Kreisläufern zurecht zu kommen. Hier fiel die Absprache untereinander noch schwer, so dass viel zu oft die Lücken zu groß waren. Zwischendurch wechselten wir in der Abwehr noch mal auf eine 5-1- bzw. 6-0-Abwehr, aber das beste Mittel blieb nach wie vor, die 10 komplett aus dem Spiel zu nehmen. Trotzdem ließen wir die letzten 10 Minuten nach und konnten uns nicht weiter absetzen.

Mit 10:6 in die Pause zu gehen, war zwar nicht schlecht, aber der Abstand war noch nicht groß genug, als dass man sich darauf hätte ausruhen können. Leider war dieses auf dem Spielfeld nicht zu sehen. Total hektisch und chaotisch versuchten wir krampfhaft Tore zu werfen und erzielten so genau das Gegenteil. In der Abwehr wurde trotz zweier Kreisspielerin zu viel spekuliert und Suchsdorf kam bis zur 39. Minute auf ein 10:9 heran! Nach einer Auszeit besannen wir uns wieder auf unser Spiel und versuchten ruhig mit Spielzügen Tore zu werfen. Schlüssel für den dann folgenden Lauf war wohl, Mia und Marie auf den Positionen zu tauschen. Mia hatte auf der linken Seite keinen Erfolg und auch Marie auf der rechten Seite konnte sich nicht durchwühlen. Kaum waren die Seiten gewechselt, lief es besser und auch Birthe konnte aus der Mitte schöne Tore erzielen. So schafften wir bis zur 60. Minute das Spiel mit 19:11 zu beenden.

Auch in dieses Spiel erfuhr durch das viele Wechseln – auch vieler Spielerinnen auf einmal – keinen Bruch. Die Brüche, die wir zu verarbeiten hatten, waren zum einen Verschlafenheit und zum anderen waren wir uns zu sicher das Spiel schon für uns entschieden zu haben. Glücklicherweise konnten wir uns rechtzeitig eines besseren besinnen.


Es traten an:
Margit (1.-60.), Tini (7/2), Mia (5), Birthe (4), Marie (2), Finja (1), Marina, Lena, Stephie, Kathi, Ina, Naddel, Marion