Diesen Eindruck bekam der Zuschauer am Sonntag von der 3. Damen in der eisigen Raisdorfer Sporthalle.
Dabei hatten wir die allerbesten Voraussetzungen: Jede Position war doppelt besetzt; jede Spielerin konnte also Vollgas geben um die Raisdorferinnen zu überlaufen. Stephie meldete sich aus ihrem Schwangerspause zurück (Herzlich willkommen zurück!) und für Margit (Schilddrüsen-OP) konnten wir zum Glück auf Nathalie, 16 Jahre jung und Schwester von Sabrina, zurückgreifen. Ein dickes DANKESCHÖN an dieser Stelle!

Bereits in der ersten Hälfte zeigte sich, dass wir das Spiel viel zu passiv angingen. Jeder blieb bei 6m stehen anstatt der Angreiferin mal entgegen zu gehen. Raisdorf - gerade erst wieder abgestiegen - ist nun eben eine erfahrende Mannschaft, die man nur durch Schnelligkeit besiegen kann. Aber den Elan hatten wir offensichtlich zu Hause gelassen. Es fiel uns sichtlich schwer uns von dem langsamen Spiel der Gegnerinnen zu lösen und mehr Tempo nach vorne zu machen. Das Torverhältnis zur Halbzeit (7:13) sah schon deutlich aus, allerdings wirkte das Spiel auf dem Feld gar nicht so unterschiedlich. Man hätte noch was reißen können. Wir können doch schnell spielen… aber eben auch nur, wenn wir wollen. In den Gesichtern der HSG so aus, als ob man sich bereits mit einer Niederlage abgefunden hätte.

Gegen Ende der ersten Halbzeit versuchte Timo bereits mit einer 5-1-Deckung ein Zeichen zu setzen. Das sah allerdings nicht so gut aus und man entschied sich, die '9' (Sandra Künzel) ganz aus dem Spiel zu nehmen. Auch Raisdorf erkannte, dass uns eine 5-1-Deckung aus dem Spielfluss bringt und störte so unser Angriffspiel.
Wenige Minuten später wurde auch noch die '3' (Etienne Waldmann) kurz genommen. Das wurde dann zwar etwas chaotisch, aber die Hoffnung blieb, dass das Spiel dadurch etwas an Geschwindigkeit gewinnen würde. Auch das hatte nur mäßigen Erfolg. Es kann eben nicht funktionieren, wenn die restliche Abwehr den Raisorferinnen beim Spielen einfach nur zuguckt und ihnen wohlmöglich noch zeigt, wo der Weg zum Tor lang geht.
Kein Wunder also, dass Trainer Timo nach dem Spiel (16:29) seine Enttäuschung in der Kabine zum Ausdruck brachte. Man kann ein Spiel verlieren, aber nicht, wenn man nicht 100 % auf dem Spielfeld gibt.


HSG Gettorf/Osdorf III:
Nathalie (1.-60.), Mia (5), Christiane (4/2), Tini (3/1), Birthe (2), Anna (1), Lena (1), Sabrina, Ina, Naddel, Maike, Kathi, Stephie