Im zweiten Spiel traten wir gegen Suchsdorf II - alte Bekannte - an. Gegen Suchsdorf hatten wir uns in der letzten Saison schwer getan und konnten, nach einer Niederlage im Hinspiel (9:11), erst im Rückspiel Punkte gewinnen.
Das sollte dieses Mal anders werden und Timo ermahnte die Mannschaft sich nicht von dem Tempo der Gegnerinnen beeinflussen zu lassen und gleich selbst auf Tempo zu spielen.

 


Das Spiel begann recht erfreulich. Sabrina warf, nach einem schönen Kreisanspiel von Tini, das erste Tor für die HSG. Suchsdorf zeigte aber schnell, dass die Ermahnungen von Timo nicht unberechtigt waren und konterte zum 1:1.
Ein schwerer Kampf begann in dem sich beide Mannschaften es nicht einfach machten und keiner sich so richtig absetzen konnte. Nachdem Christiane uns mit zwei 7m und einem Rückraumtor im Spiel hielt (5:3), konnte auch Kathi, die vorbildlich beim Tempogegenstoß von Tini mitgelaufen war und nun von dieser den Pass bekam, ihr erstes Tor für die 3. Damen werfen (6:3). KISTE! Hier zeigte sich, dass das Tempospiel funktionierte und weiter ausgebaut werden musste.
Leider ließen sich die Suchsdorferinnen davon wenig beeindrucken, spielten nun mehr über den Kreis und erzielten schließlich in der 22. Minute den Ausgleich zum 7:7. Christiane hatte darauf eine Antwort und machte das 8:7, was auch bis zum Halbzeitpfiff gehalten werden konnte.

Die zweite Hälfte war… ein Trauerspiel. Es schien, dass nichts mehr funktionieren wollte. Die Köpfe waren scheinbar voll mit anderen Dingen und es konnte sich nicht mehr auf das Wesentliche konzentriert werden. Krampfhaft versuchten wir irgendwie die Vorgaben des Trainers umzusetzen, aber die scheinbar noch stärker gewordene Beton-Abwehr der Suchsdorferinnen vereitelte jeden Rückraumversuch. Traurige Konsequenz: wir verdaddelten vorne die Bälle und Suchsdorf hat die Möglichkeiten mit drei Gegenstoßtoren bestraft (8:10, 34. Minute). Obwohl Timo mehrfach forderte nun die Gegnerinnen mit 1-gegen1-Situationen in Bedrängnis zu bringen, traute sich keiner dies in die Tat umzusetzen. Der Angriff war drucklos und selbst angesagte Spielzüge funktionierten nicht, weil die Positionen nicht eingehalten wurden und so das Timing nicht mehr stimmte. Mehrfach sah man, wie sich alle Spielerinnen in der Mitte tummelten oder den Schiedsrichter die Hand heben… Wann wollte man anfangen Handball zu spielen? Auch die Abwehr war nicht wesentlich besser. Die gegnerischen Spielerinnen wurden fast gar nicht gestört und konnten ihr Spiel durchziehen. Ebenso wurde Suchsdorf kaum bei den Tempos gestört (5 Tore aus Gegenstößen in der 2. Hälfte).
Lediglich Margit hat volle 60 Minuten eine super Leistung gebracht und uns eine noch größere Schmach erspart (15:20).

Fazit: In der ersten Hälfte ließen sich gute Ansätze sehen, mit denen man arbeiten kann und noch viel Möglichkeit nach oben geben. Die zweite Hälfte…. vergessen wir mal lieber ganz schnell.


HSG Gettorf/Osdorf III:
Margit (1.-60.), Christiane (7/3), Tini (4), Kathi (1), Sabrina (1), Mia (1), Ina (1), Maike, Gabi, Lena, Birthe{jcomments on}