Laboe trat mit nur 7 Spielerinnen an und hatte sich eine B-Jugendliche als Torhüterin organisiert, die in der Landesauswahl spielt. Trotzdem sollten wir kein Mitleid haben. Wir brauchten die Punkte und wir brauchten auch die Tore um in dieser Klasse bestehen zu können.

 

Das Spiel begann vorerst nicht schlecht. 2:1 gingen wir in Führung. Leider rannte Laboe dann an uns vorbei. Erst zur 14. Minute zum 2:5 konnten wir mit Christiane (3:5) und Birthe mit zwei 7m (5:5) im Spiel bleiben. Wir wechselten in der Abwehr auf 5-1-Abwehr und nahmen die Spielerin mit der Nummer 18 dann auch noch ganz aus dem Spiel. Trotzdem lief es gar nicht so, wie wir uns das vorgestellt hatten. Vorne stellten wir uns nicht schlecht an, aber die gute Torhüterin der Gegnerinnen machte es uns echt nicht einfach. Hinzu kamen noch etliche Aluminiumtreffer. Wir standen uns irgendwie selbst im Weg.
Allerdings war das Abwehrverhalten grauenhaft. Es wurde im Schneckentempo zurückgelaufen, zugeguckt was die Gegenspielerin so machte... von eigenem Tempospiel war da jedenfalls nichts zu sehen. Wir ließen uns einfach den Scheid abkaufen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass durch Tempogegenstöße die Laboerinnen wieder davon liefen (5:9). In den Köpfen der 3. Damen war noch nicht die richtige Einstellung angekommen. Dank Christiane schafften wir vor dem Halbzeitpfiff noch ein 6:9.

In der Halbzeitpause gab es eine ordentliche (und irgendwie auch lautere) Standpauke vom Trainer. Timo appellierte an unseren Biss und forderte uns auf Laboe zu stoppen. Fouls gehören zum Handball dazu und auch wir müssen Handball spielen.

Wir blieben bei unserer 5-1-Formation und fingen uns gleich wieder einen Tempogegenstoß ein. Doch dann trugen die Worte des Trainers Früchte. 6 Tore in Folge (von Mia und Birthe) brachten uns wieder in Führung (13:11). Weniger aus dem Rückraum, dafür aber mehr in Einzelaktionen konnten wir nun Punkten.
Hinten wurde wieder mehr gekämpft und alles sah insgesamt besser aus. Das hielt ungefähr bis zur 45. Minute. Dann verließ uns die ein bisschen die Kraft und einige Spielerinnen mussten sich auf der Bank ausruhen. Aber nicht jeder, der will, darf auch mal raus. Als Christiane rief: "Ich will auch mal raus." kam nur ein trockenes "Ne, du nicht!" vom Trainer zurück. Das erwies sich auch als goldrichtig. Christiane bereitete noch ein weiteres Tor vor und warf selbst noch eins. Die letzten 5 Minuten spielten wir dann wieder in Anfangsformation und sicherten uns so den Sieg zum 20:17! Keine Glanzleistung, aber gewonnen ist gewonnen.

HSG Gettorf/Osdorf III:
Margit (1.-60.), Christane (6), Mia (6), Birthe (5/2), Sabrina (2), Birte (1), Conny, Marina, Finja, Ina, Maike