Am Samstag duften wir gegen Wellingdorf, letzter der Tabelle, ran. Selbst Ina nahm den langen Weg nach Elmschenhagen auf sich, um endlich wieder einmal dabei zu sein, wenn auch nur beim Aufwärmen. Der Finger sieht schon wieder ganz gut aus, aber spielen sollte sie noch nicht. Margit war ebenfalls nicht ganz fit. Am Freitag ließ sie noch das Training ausfallen, damit ihre Schleimbeutelentzündung nicht noch schlimmer wurde.

Wellingdorf ist kein schöner Gegner - spielt langsam und lahm und auf einmal kommt dann doch ein Wurf. Im Hinspiel hatten wir uns auch schon schwer getan. Timo versuchte uns vor Beginn der Partie wachzurütteln und uns die richtige Einstellung zu vermitteln. Powerspiel mit vielen Würfen und hohem Tempo war gefordert.

Leider fällt es uns schwer; wenn der Gegner vermeintlich nicht schnell spielt, wieso sollte man selbst dann in Schweiß geraten? Zudem vergaßen wir uns auf das zu konzentrieren, was wir können. Gleich von Beginn an wollten wir besonders toll spielen und gerieten dadurch in ein überhastetes Spiel. Es viel uns schwer im Angriff den Abschluss zu finden. Die Spielzüge sahen zwar toll aus, waren aber leider wenig effektiv. In der Abwehr lief es etwas besser. Wir arbeiteten in einer 5-1-Deckung. Wellingdorf versuchte viel über den Kreis zu spielen, aber Stephie hatte das prima im Griff und auch Sabrina überzeugte durch eine super Abwehrleistung. Hier war der Wille zu sehen, der im Angriff leider fehlte. Trotzdem konnte Wellingdorf zu einfache Tore erzielen.

10:9

Es musste besser werden, wurde es aber nicht. Wellingdorf konnte das Tempo anziehen, ging in Minute 34. in Führung (11:12) und baute die Führung sogar auf drei Tore aus (41. 13:16). Es fiel uns immer schwerer unsere Leistung abzurufen. Irgendwie war alles emotionslos und ohne Druck. Zudem schossen wir, sofern die Pässe ankamen, die Torfrau auch noch zur Königin. Das war zu wenig. Dieses seltsame Spiel könnte auch noch voll nach hinten los gehen. Was macht man, wenn eine komplette Mannschaft neben sich steht?
Als nur noch 10 Minuten zu spielen waren nahm Timo eine Auszeit (15:17). Die Katastrophe musste abgewendet werden. Unser Spiel sah viel zu hilflos aus und Timo ermahnte uns nicht hektisch zu werden. Sich auf das konzentrieren, was man kann, dann kann das Spiel noch gedreht werden.
Tini ließ sodann die Hoffnung steigen (16:17), die darauf u.a. durch einen Tempo zerstört wurden (16:19). Jetzt waren es nur noch fünf Minuten. Birthe nahm sich ein Herz (17:19) und Mia konnte nachlegen (18:19). Jetzt schien es wieder möglich. Die Gegnerinnen nahmen noch eine Auszeit, die wir für uns nutzen konnten. Tini traf zum 19:19. Jetzt hieß es kein Gegentor zu kassieren und in der letzten Minute geschah dann das Unglaubliche: Mia konnte per Heber noch ein weiteres Tor für uns erzielen. Sieg für die 3. Damen (20:19).
Ein nervenaufreibendes Spiel, das einen komischen Beigeschmack des Unverdienten hinterließ. Oder positiv gesagt: Dieses Mal war das Glück mal auf unserer Seite.

HSG Gettorf/Osdorf III:
Margit (1.-60.), Mia (6), Tini (5), Christiane (3/1), Anna (2), Birthe (2), Stephie (1), Sabrina (1), Kathi, Maike, Lena