Was ein Pokalspiel zwischen der Ersten Damen der HSG Gettorf/Osdorf und der Spielgemeinschaft Malente Dörfergemeinschaft.

Über zwei Verlängerungen kämpften beide Teams auf Augenhöhe, ehe das Quäntchen Glück den Ausschlag gab, und das Publikum vor einem nervenzerreißendem Siebenmeterwerfen bewahren konnte.
Mit Ihrem sechsten verwandelten Siebenmeter 14 Sekunden vor Schluss bewahrte Kathrin Horst Ihre Farben vor der finalen Entscheidung "vom Punkt".

Dabei ging es gut los für die HSG gegen den dritten der Landesliga Süd. Die Achse Rückraum/Kreis funktionierte hervorragend, Hjordis Lübker verwandelte die Anspiele ausnahmslos sicher.
Als die Kraft zum Ende des ersten Durchgangs ein wenig schwand, kamen die Gäste immer besser ins Spiel. Die erste und zweite Welle stach, und prompt fiel Sekunden vor der Halbzeit der 15:15 Ausgleich durch die beste SG-Akteurin Carina Wolthausen (9 Treffer).

Mitte des zweiten Durchgangs machte die HSG scheinbar Ernst. Mit besserem Rückzugsverhalten hatte man die gefährlichste Waffe der SG ausgeschaltet, zudem konnte Daniela Kuhlmann einige schöne Paraden zeigen. Beim 21:16 (45.) wusste man aber auf der Tribüne: das Spiel ist noch nicht gelaufen. Die nun immer stärker werdende Sandra Petersen im Malenter-Tor kaufte vor allem Jenny Theil einige freie Bälle ab, und binnen 10 Minuten war das Spiel komplett auf den Kopf gestellt. 22:24 - der HSG drohte das Pokalaus.

Kurz vor Ablauf der Spielzeit war es aber die angeschlagene Jenny Theil, die einen Siebenmeter herausholte, sicher verwandelt von Kathrin Horst. Ausgleich, Sirene, zwei mal fünf Minuten Verlängerung.
Fortan war spielerische Finesse fehl am Platz, beide Mannschaften rackerten nach Kräften. Zwei Tore Führung für die HSG wurden zum 28:28 wieder ausgeglichen. Zweite Verlängerung.
Und auch hier ging es "Spitz auf Knopf". Kein Team konnte sich mehr absetzen, und auch das Publikum war mit den Nerven am Ende. Die eine Hälfte weil der Champions-League Anwurf des THW Kiel immer näher rückte, die andere wegen der anschließenden Punktspiel der HSG-Jugend, die sich letztlich um gut 15 Minuten verzögerte.

Den Gästen fiel - wenn einmal die schnelle zweite Welle unterbunden war - nicht mehr so viel gegen die HSG-6:0-Deckung ein, so dass es wieder Jennifer Theil vorbehalten war, mit Ihrem beherztem Einsatz den finalen Siebenmeter zu erzwingen. Horst verwandelte sicher, und der finale Freiwurf per Heber (!) brachte keine Gefahr mehr für das HSG Tor.
Der Jubel fiel recht verhalten aus, die Spielerinnen hatten wohl zu viel Kraft gelassen in diesen Kräfte zehrenden 80 Minuten.

Die vierte Pokalrunde findet voraussichtlich im Februar statt.